Musik im Jahr 1963
Auf der internationalen Musikbühne vollzog sich im Jahr 1963 ein Stilwechsel, der einem neuen Genre zum Durchbruch verhalf: dem Beat. Einer der Vorreiter der aus Großbritannien kommenden Welle war Cliff Richard. Allein in England stand er mit seiner Band The Shadows für sechs Wochen auf Platz 1 der Single-Charts, drei davon mit seinem Hit „Summer Holiday“. Sein gleichnamiges Album hielt die Spitzenposition in den LP-Charts sogar für 14 Wochen. Hinzu kam für Richards 1963 ein besonderer Erfolg in hierzulande: Sein deutschsprachiger Song „Rote Lippen soll man küssen“ wurde zum Hit des Jahres – und entwickelte sich zu einem echten Evergreen.
Ein Vertreter des sogenannten Mercy-Beats war die Liverpooler Band Gerry & the Pacemakers, die 1963 mit gleich drei verschiedenen Singles die Spitze der englischen Hitparade stürmte - darunter auch „You’ll never walk alone“, das bis heute als Hymne vieler englischer Fußballfans gilt. Und schließlich markierte das Jahr 1963 den Beginn einer Legende:
In London veröffentlichte eine noch weitgehend unbekannte Band namens The Beatles mit „Please Please Me“ ihr erstes Album, das innerhalb von nur zwölf Stunden in den Abbey-Road-Studios aufgenommen worden war. Anfang Mai kletterte die LP an die Spitze der englischen Album-Charts, wo sie sich für sage und schreibe 30 Wochen hielt. Was folgte, waren drei Single-Aufnahmen – und eine unglaubliche Bilanz für das Jahr 1963: Sieben Wochen Platz 1 mit „From me to you“, sechs Wochen Platz 1 mit „She loves you“, sechs Wochen Platz 1 mit „I want to hold your hand“.
In Deutschland herrschte zur gleichen Zeit noch die Ruhe vor der großen „Beatlemania“: Hier waren Freddy Quinns „Junge, komm bald wieder“ und Manuelas „Schuld war nur der Bossa Nova“ sowie Gitte mit 'Ich will 'nen Cowboy als Mann' die Ohrwürmer der Nation.
|